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Georg Wilhelm Pfeiffer
»Das Lied vom Äppelwei«

Herausgegeben und neu in hessischer Mundart bearbeitet von Mario Gesiarz.
Dem "Lied vom Äppelwei" dient Schillers "Lied von der Glocke" als Vorlage. Schillers bodenständige Schilderung des Glockengießens stellt Georg Wilhelm Pfeiffer (1795-1871) das heimische Äppelweikeltern gegenüber. Gleichermaßen gelingt es ihm mit den Beschreibungen der einzelnen Situationen, bei denen das Stöffche konsumiert wird, ein Stück Alltag aus der Mitte des 19. Jahrhunderts einzufangen und der Nachwelt zu erhalten. Es gibt nur wenige Beispiele, bei denen die mundartliche Persiflage eines berühmten und gleichzeitig epischen Werkes so geschickt dem Versmaß und der Gliederung des Originals folgt.
Eine Besonderheit dieses Gedichtes ist seine ursprüngliche Fassung in Sachsenhäuser Mundart. Dieser alte Dialekt, der in seiner Aussprache sehr stark an das Oberhessische erinnert, ist in Frankfurt schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahezu völlig verschwunden. Mario Gesiarz vom Mundart-Rezitations-Theater Rezi Babbel hat "Das Lied vom Äppelwei" nun neu be- und überarbeitet und in eine leichter lesbare Form gebracht.
Fest gekeilt mit Staa un Sprieße
Hot die Kelter jetzt ihrn Stand.
Äppelwei - heut muß er fließe,
Drum, ihr Bube, an die Hand.
Sterrn un Buckel haaß,
Als eraus mi´m Schwaaß,
Soll des Werk sein Maaster lobe!
Dorch die Arbeit bleibt merr obe.
Ein fast vergessenes Stück hessischer Mundart findet nun wieder den Weg zu seinen Lesern und natürlich zu allen Freunden unseres Stöffchens.
Kategorie(n): Apfelwein, Hessen
32 Seiten, gebunden
8,00 EUR
ISBN 978-3-933575-37-1